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Öffentliche Informationsveranstaltung der Freien Universität Berlin, Max-Planck-Gesellschaft und des Landesdenkmalamtes Berlin zu den Funden menschlicher Knochen auf dem Gelände der Freien Universität Berlin, 23. Februar 2021 um 15 Uhr

Im Jahre 2014 wurden bei Bauarbeiten auf dem Außengelände der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin im Umkreis des ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Instituts für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik (KWI-A) menschliche Skelettteile und Knochenfragmente aufgefunden, die die Kooperation der Freien Universität Berlin mit der Max-Planck-Gesellschaft und dem Landesdenkmalamt Berlin begründeten und die 2015 und 2016 durchgeführte archäologische Grabung veranlassten.

Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik beherbergte medizinisch/ethnologische Sammlungen unterschiedlicher Art und kolonialgeschichtlicher Provenienz, es lieferte aber u.a. auch „wissenschaftliche“ Legitimation für die nationalsozialistische Rassenpolitik. Es gab in den letzten Jahren zahlreiche national und auch international geführte Diskussionen um die Funde, sowohl in den Medien als auch in der Fachwelt, u.a. wurden die Funde im Rahmen eines Symposiums an der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem erörtert. Der Zentralrat der Juden in Deutschland und der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma wurden in die Beratungen über den Umgang mit den Funden einbezogen.

Die aufgefundenen menschlichen Knochen wurden wissenschaftlich untersucht; die Untersuchungen konnten mittlerweile abgeschlossen werden. Um die Ergebnisse der Untersuchungen und den weiteren Umgang mit den menschlichen Knochen vorzustellen, wird

am 23. Februar 2021 um 15:00 Uhr

im digitalen Modus eine öffentliche Informationsveranstaltung stattfinden.

Programm

  • Begrüßung
    Prof. Dr. Günter M. Ziegler, Präsident der Freien Universität Berlin
  • Zwischen „Schädelmesserei“ und „Phänogenetik“. Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik (KWI-A) im Spannungsfeld von Wissenschaft und Politik, 1927 - 1945
    Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl, Universität Bielefeld
  • Archäologische Grabungen, Skelettteile von Menschen und Tierknochenfunde am KWI-A
    Prof. Dr. Susan Pollock, Freie Universität Berlin
  • Überlegungen und Vorschläge zum weiteren Umgang mit den menschlichen Skelettteilen
    Prof. Dr. Günter M. Ziegler, Präsident der Freien Universität Berlin
  • Ausblick: Kurzvorstellung des Projekts »Geschichte der Ihnestraße 22«
    Dr. Manuela Bauche, Freie Universität Berlin

Während der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, Fragen an die Referentinnen und Referenten zu stellen und in Diskussionen einzutreten. Die Veranstaltung wird moderiert von der Moderatorin und Journalistin Frau Shelly Kupferberg.

Die Anmeldefrist zur Teilnahme an der Veranstaltung ist leider bereits abgelaufen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einladung@fu-berlin.de.

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