Modul I - IV Provenienzforschung Zertifikatslehrgang / München, Würzburg 4 zweitägige Module / 05. März bis 19. Juni 2020

(PVM100-JP20)

Dozent/in

Christine Bach, M.A., PD Dr. Christian Fuhrmeister, Dr. Uwe Hartmann, Sheila Heidt, Dr. Stefan Klingen u.a.

Semester

JP20

Veranstaltungsumfang

8 Tage

Anmeldung

Online-Anmeldung

Teilnahmegebühr

390 €

Anmeldemodalität

Bitte senden Sie uns Ihr Motivationsschreiben (eine DIN A4-Seite, max. 4.000 Zeichen) gesondert per Mail (sophie.weil@fu-berlin.de) oder Fax (030 / 838 4 647 12).

 Anmeldefrist ist der 15.12.2019.

Ort

München, Würzburg

Zeit

5.3.2020 - 19.6.2020

Zielgruppe

Sammlungsleiter/innen, Kurator/innen, Museolog/innen, Volontär/innen aus allen Museumssparten, Kunsthändler/innen und -sammler/innen, Beschäftigte aus Museumsverbänden, privaten und öffentlichen Sammlungen, freiberufl. Provenienzforscher/innen

Voraussetzungen

abgeschlossenes wissenschaftl. Hochschulstudium Kunstgeschichte oder Museologie, erste Praxiserfahrungen in der Museumsarbeit

ZIELGRUPPEN

  • Mitarbeiter/innen (Sammlungsleiter/innen, Kurator/innen, Museolog/innen, Volontär/innen) aus öffentlichen Sammlungen aller Museumssparten (wie Kunst-, Naturkunde-, Technikmuseen, orts- und regionalgeschichtliche Museen, Universitätssammlungen)
  • freiberufliche Provenienzforscher/innen
  • Beschäftigte von Museumsverbänden
  • Kunstsammler/innen
  • Kunsthändler/innen, Akteure auf dem Kunstmarkt
  • Mitarbeiter/innen von privaten Sammlungen (auch Firmensammlungen)


AUFBAU UND METHODIK
Das Programm ist modular aufgebaut. Jedes der 4 Module umfasst 2 Seminartage. Die Module sollten als Gesamtpaket gebucht werden. Der Besuch einzelner Module ist möglich, sofern ausreichend Plätze vorhanden sind.

Die Module vermitteln kompakt und anschaulich Wissen zu

  • Zielen, Methoden und Geschichte der Provenienzforschung
  • Kulturgutraub im Nationalsozialismus
  • Entwicklung des Kunstmarktes im 20. Jahrhundert
  • Recherchestrategien und Dokumentation
  • die Rolle der Archive für die Provenienzforschung
  • rechtlichen Grundlagen und moralisch-ethischen Verpflichtungen
  • Vermittlung der Ergebnisse von Provenienzforschung (in Ausstellungen und an die Medien)


Feste Bestandteile der Module sind Übungen, bei denen die Teilnehmer/innen das Erlernte praktisch anwenden können. Darüber hinaus finden die Module in Institutionen statt, in denen Provenienzforschung betrieben wird. So werden die Teilnehmer/innen vor Ort von Expert/innen in aller Breite informiert und können buchstäblich selbst Hand anlegen.

ÜBERGEORDNETES ZIEL UND LERNERGEBNISSE DES ZERTIFIKATSLEHRGANGS
Die Absolvent / innen verfügen über systematische Kenntnisse der wichtigsten Ziele, Methoden und Quellen der Provenienzforschung zur Identifizierung NS-verfolgungsbedingt entzogenen sowie kriegsbedingt verlagerten Kulturguts und analysieren Erwerbungen und Sammlungsobjekte unter Berücksichtigung

  • kunstgeschichtlicher
  • historischer
  • kulturgeschichtlicher
  • institutionenhistorischer
  • juristischer
  • moralisch-ethischer Aspekte.

Sie können anhand erster Rechercheergebnisse (Provenienzmerkmale) erläutern, warum Objekte einer tiefergehenden Provenienzanalyse zu unterziehen sind. Dabei soll praxisnah dreistufig vorgegangen werden:

  • Analyse exemplarischer Objekte verschiedener Gattungen
  • Prüfung der hausinternen Dokumentationslage (z. B. Inventarbücher, Ankauflisten, Protokolle)
  • Heranziehung externer Dokumente (z. B. in Archiven, Privatnachlässen, Entschädigungsakten, Umgang mit Datenbanken wie Lost Art).

Auf dieser Grundlage führen die Teilnehmer/innen selbstständig weiterführende Recherchen durch, die es ihnen erlauben (ggfs. unter Hinzuziehung weiterer Expert/innen), eine qualifizierte Bewertung einzelner Objekte vorzunehmen. Zudem sind sie in der Lage, die Ergebnisse der Provenienzrecherche adäquat der Öffentlichkeit zu vermitteln.

TEILNAHMEVORAUSSETZUNGEN
Sie sollten über ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium der Kunstgeschichte, Geschichte, (Europäischen) Ethnologie, Museologie oder vergleichbare Qualifikationen verfügen. Außerdem besitzen Sie erste Praxiserfahrungen in der Museumsarbeit bzw. Erfahrungen in den einschlägigen Tätigkeitsfeldern (Mitarbeiter/innen von öffentlichen und privaten Sammlungen, von Firmensammlungen, freiberuflich für Museen Tätige, Kunsthändler/innen, Vertreter/innen des Kunstmarkts, Kunstsammler/innen).

Anmeldeformular

Schlagwörter

  • Provenienzforschung