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Modul I Einführung in die Provenienzforschung / Rechtliche Bestimmungen und Rolle der Archive / Praxisbeispiele aus dem Stadtmuseum Berlin

(PVM201-JP21)

Dozent/in

Andreas Bernhard, Dr. Uwe Hartmann, Prof. Dr. Gilbert Lupfer, Dr. Patricia Rahemipour, Prof. Dr. Bénédicte Savoy, Carola Thielecke, Dr. Martina Weinland, Dr. Petra Winter

Semester

JP21

Veranstaltungsumfang

3 Termine (24 UE)

Anmeldung

Online-Anmeldung

Teilnahmegebühr

Einzelseminar: 165,- €

Ort

Berlin

Zeit

Mi/Do/Fr, 29.09-01.10.2021, 10.00 - 17.00 Uhr

Zielgruppe

Sammlungsleiter*innen, Kurator*innen, Museolog*innen, Volontär*innen aus allen Museumssparten, Beschäftigte im Kunsthandel, freiberufliche Provenienzforscher*innen, Beschäftigte von Museumsverbänden, Mitarbeiter*innen von Firmensammlungen sowie von privat

Voraussetzungen

abgeschlossenes wissenschaftl. Hochschulstudium der Kunstgeschichte, Geschichte, (Europäischer) Ethnologie, Museologie oder vergleichbare Qualifikationen; min. einjährige Berufserfahrung in der Museumsarbeit bzw. in den genannten Tatigkeitsfeldern

TAG 1
EINFÜHRUNG IN DIE PROVENIENZFORSCHUNG

INHALTE
Prof. Dr. Gilbert Lupfer
Aufgaben und Perspektiven des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste

Prof. Dr. Bénédicte Savoy
Geschichte der Raubkunst und die historisch bedingte unterschiedliche Behandlung von Kulturgut

Dr. Uwe Hartmann
„NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut“: Zur Klärung eines Begriffes und zur Notwendigkeit der Provenienzforschung

Dr. Patricia Rahemipour
Objekt- und Sammlungsforschung an Museen


TAG 2
RECHTLICHE BESTIMMUNGEN UND ROLLE DER ARCHIVE

INHALTE
Dr. Petra Winter
Überblick über verschiedene archivalische Quellen in Museumsarchiven
Archivbestände und Provenienzforschung: Möglichkeiten der Erschließung

Carola Thielecke
Provenienzen in der Museumsarbeit:
die Fallgruppen und ihre rechtlichen Hintergründe

Dr. Petra Winter und Carola Thielecke
Fallbeispiel mit Erläuterung zugehöriger Rechtsfragen

TAG 3
PRAXISBEISPIELE AUS DEM STADTMUSEUM BERLIN

INHALTE
Dr. Martina Weinland
Vorstellung der Sammlung und der Provenienzforschung im Stadtmuseum Berlin
Restitutionsfragen an verschiedenen Beispielen, u.a. der Sammlung Dosquet

Andreas Bernhard
Provenienzrecherche zum Sonderfall „Reichsbankmöbel“

Dr. Martina Weinland und Andreas Bernhard
Provenienzrecherche zu Zwangsabgaben 1939


ZIELE
Die Teilnehmer*innen können nach erfolgreichem Abschluss des Moduls:
- einen geschichtlichen Überblick der Provenienzforschung wiedergeben und deren Ziele und Methoden erklären
- grundlegende Begriffe in Bezug auf NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut erklären und voneinander unterscheiden
- rechtliche und organisatorische Aspekte einer Archivrecherche sowie einer Antragsstellung im Archiv wiedergeben
- Schritte einer Archivrecherche eigenständig durchführen
- einen möglicherweise nicht rechtmäßigen bzw. moralisch nicht vertretbaren Kulturgutbesitz innerhalb eines Museums nach Fallgruppen (z. B. „Raubkunst“, Kolonialzeit, SBZ/DDR) und den zugrundeliegenden rechtlichen Aspekten bzw. internationalen Vereinbarungen erläutern
- die wichtigsten juristischen Grundlagen zu problematischen Provenienzen mit Bezug zur NS-Zeit benennen und beurteilen
- Schritte einer Provenienzrecherche für unterschiedliche Objektkategorien eigenständig durchführen

METHODEN
Präsentation/Vortrag (mit Praxisbeispielen), Diskussion, praktische Übung

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