Florian Eitle-Böhler

Nach einer Ausbildung zum Schreiner und Möbelrestaurator sammelt Florian Eitle-Böhler erste Berufserfahrung in der Restaurierungsabteilung des Metropolitan Museums of Art, bevor er sich dem Kunsthandel zuwendet. Von 1986 bis 1991 leitet Eitle-Böhler die Abteilung für „European Works of Art & Sculpture“ im Auktionshaus Sotheby´s in New York. Im Anschluss tritt er in die traditionsreiche, 1880 gegründete Kunsthandlung seines Onkels Gustav Böhler in München ein und übernimmt diese 1995 in fünfter Generation. Den Fokus setzt Eitle-Böhler auf Kunstgegenstände und Skulpturen des Mittelalters, der Renaissance und des Frühbarock. Schon früh übernimmt der junge Firmeninhaber Verantwortung für die Geschichte der Kunsthandlung, die im Dritten Reich stark in den Handel involviert war. So legt er besonderen Wert auf die wissenschaftliche, objektive Aufarbeitung der Geschäftshistorie. 1995 übergibt er dem Bayerischen Wirtschaftsarchiv die Lagerbücher aus den Jahren 1880 bis 1976 sowie die Korrespondenz von 1931 bis 1976 zu Forschungszwecken. 2014 erhält das Zentralinstitut für Kunstgeschichte das 11.500 Objekte umfassende Fotoarchiv der Kunsthandlung. Florian Eitle-Böhler unterstützt aktiv die internationale Provenienzforschung und steht für umfassende Transparenz ein, besonders die Geschäftsaktivitäten der Jahre 1933 bis 1945 betreffend. Im Rahmen einer durch die Kunsthandlung finanzierten Forschungsarbeit, eingebunden in die wissenschaftliche Arbeit des Zentralinstitutes für Kunstgeschichte, wird die Geschichte der Firma Julius Böhler von 1933-1945 lückenlos erschlossen. 

eitle Böhler

Kunsthandlung Julius Böhler, Starnberg