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Professionell lehren - eine Auffrischung für Dozierende mit langfristigen Aufgaben in der Lehre

(XAM561-WS19 20)

Dozent/in

Dr. Sebastian Walzik

Semester

WS19 20

Veranstaltungsumfang

2 Termine (8 Dstd.)

Anmeldung

Ort

WBZ

Zeit

Do/Fr, 2./3.4.2020, 9:00 s.t. - 17:00 Uhr

Dieser Workshop kann nicht im SUPPORT-Zertifikatsprogramm angerechnet werden.

„Freiheit der Forschung einerseits – und Lehrverpflichtung andererseits“, so könnte man den Stellenwert von Lehre an vielen Hochschulen kritisch beschreiben. Tatsache ist, dass Lehre an deutschen Hochschulen häufig von Menschen übernommen wird, die keine ausdrückliche pädagogisch-didaktisch Qualifikation haben. Dies bedeutet nicht, dass die Lehre dieser Personen per se weniger gut ist. Wer lange Jahre in Seminaren und Vorlesungen mit Studierenden zu tun hatte, verfügt über ein reichhaltiges Erfahrungswissen und gute alltagstaugliche Methoden.
Genau an diese Zielgruppe richtet sich dieses Angebot und lädt dazu ein, die eigene Lehre bewusst zu reflektieren, sich unter KollegInnen mit ähnlichem Erfahrungshintergrund auszutauschen, bei Bedarf Fragen zu vertiefen oder auch Impulse für neue Methoden und Haltungen zu bekommen. Ebenso wird in diesem Workshop thematisiert, wie Lehrende ihre Veranstaltungen auch nach häufig wiederholter Durchführung nicht nur für ihre Studierenden, sondern auch für selbst motivierend und spannend gestalten können. Wie kommt neuer Schwung in Lehrveranstaltungen? Darüber hinaus wird ein besonderes Schlaglicht auf das Thema „Gender und Diversity in der Lehre“ geworfen: Inwiefern ist dieses Thema im täglichen Umgang mit Studierenden eigentlich relevant? Wo liegen Möglichkeiten und Grenzen gender- und diversitygerechter Lehre?

Inhalte

  • Wie lernen Menschen? Wie hängen Lehren und Lernen sinnvoll zusammen? Welche Grenzen hat Lernen?
  • Eine lernzielorientiertes, konstruktivistisches Modell von Lehren und Lernen
  • Lernzieltaxonomie von Anderson & Krathwohl (Bloom)
  • Kognitive Dissonanzen als Motor für Motivation und Lehren
  • Problemorientierte Didaktik: ein roter Faden für das Lehren
  • Lernprozesse begleiten und fördern
  • Lehren zwischen Instruktion und Konstruktion
  • Was macht eine „Kompetenz“ aus – im Unterschied beispielsweise zu „Wissen“?
  • Gender und Diversity in der Lehre


Lernziele

  • Die Teilnehmer/-innen reflektieren ihre Rolle als Unterstützer von Lernprozessen und Gestalter von Lernumgebungen.
  • Sie reflektieren und (re-)formulieren Lernziele und Kompetenzen ihrer Veranstaltungen.
  • Sie kennen Methoden und ihre aktuellen lernpsychologischen Grundlagen, um Lernprozesse gezielter in Hinblick auf die angestrebten Kompetenzen zu fördern.
  • Sie kennen Grundlagen einer kompetenzorientierten Didaktik und übertragen sie auf eigene Veranstaltungen.
  • Sie reflektieren ihre Rolle und ihr Lehrverhalten in Hinblick auf Gender- und Diversity-Aspekte.


Methode/Arbeitsformen

  • Inputs und Diskussionen
  • Übungen
  • Erfahrungsaustausch/kollegiale Beratungen
  • Simulationen
  • Microteachings

Der praxisnahe Workshop orientiert sich nah am Arbeitsalltag der Teilnehmenden. Praktische Haltungs-, Atem- und Stimmübungen untermauert von theoretischem Input geben zahlreiche unmittelbar in die Praxis umsetzbare Impulse. Übungen in der Gruppe, in Kleingruppen, kurze Präsentationen vor der Gruppe mit Feedback machen den Workshop abwechslungsreich und geben jedem Teilnehmenden die Möglichkeit, individuell an seinen Bedürfnissen zu arbeiten.